Guido Otten – Vorsitzender des SPD Ortsvereins Minden Innenstadt:

Ein neuer Lebensmittelmarkt verbunden mit bewährter Gastronomie an der Memelstraße ist eine gute Nachricht
Die Familie Stupiello/Berdicchia hat konkrete Pläne für die Nutzung ihres familieneigenen Geländes an der Memelstraße vorgelegt. Demnach sollen dort ein Lebensmitteleinzelhändler (Netto), ein Bäcker sowie die Gastronomie der Familie Stupiello selbst in ein neu zu errichtendes Gebäude einziehen. Die Kosten werden auf ca. 3,5 Millionen € kalkuliert, wobei das unternehmerische Risiko allein beim Investor liegt. Dieser unternehmerische Mut ist ein echter Glücksfall – sowohl für die Nordstadt als auch für die Innenstadt.

Es verwundert daher nicht, dass sich die jeweiligen Ortsbürgermeister sehr erfreut über die Pläne zeigen. Ein positiver Nebeneffekt: Mit dem Umzug der Gastronomie wäre auch das dortige, leidige Parkplatz- und Lärmproblem mit einem Schlag gelöst. Eine klassische Win-Win-Situation.

Die Pläne für einen Lebensmitteleinzelhandel in der Bäckerstraße sollten meines Erachtens dabei nicht als Konkurrenz betrachtet werden. Es ist zu erwarten, dass beide Märkte ihre jeweilige Klientel bedienen. Eventuell lassen sich sogar Synergieeffekte nutzen. Die Dichte an Lebensmittelmärkten ist in anderen Stadtteilen jedenfalls deutlich höher als im innerstädtischen Bereich, der sich aktuell durch eine vollständige Abstinenz von Nahversorgern auszeichnet. Eine Belebung ist hier dringend geboten – lasst uns diese Chance nutzen!

Guido Otten – Vorsitzender des SPD Ortsvereins Minden Innenstadt:

„Der Haupt- und Finanzausschuss hat neulich über das Projekt „Altstadtquartier an der Roten Schule“ beraten. Dabei sprach sich parteiübergreifend eine deutliche Mehrheit für die Umsetzung der vorliegenden Pläne aus. Es wird eine grüne Oase mitten in der Mindener Altstadt entstehen, die sich als Treffpunkt für alle Bewohner etabliert und gleichzeitig ein gelungenes Beispiel für eine nachhaltige Maßnahme gegen den Klimawandel darstellt.

Wir als Ortsverein SPD Minden-Innenstadt haben bewiesen, dass sich Bürgernähe und Beharrlichkeit langfristig auszahlen. In enger Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft haben wir auf zahlreichen Veranstaltungen – insbesondere direkt auf dem Gelände der „Roten Schule“ – für das Projekt geworben. Dabei haben wir die vielen Anregungen und Wünsche der AnwohnerInnen aufgenommen und aktiv in die Planungen einfließen lassen. In diesem Zusammenhang gilt unser besonderer Dank all jenen Bürgerinnen und Bürgern, die unermüdlich für die Umsetzung gekämpft haben. Es freut uns sehr, dass das Resultat unserer Arbeit auch von politischen Mitbewerbern ausdrücklich gelobt wurde. So sollte der faire Umgang unter Demokraten aussehen.

Die Förderzusage des Bundes liegt bereits vor. Wir hoffen nun, dass die Bauarbeiten in wenigen Monaten starten können, sodass die BewohnerInnen der Altstadt schon bald ihren neuen grünen Treffpunkt im Quartier nutzen können.“

Wie soll die Mindener Innenstadt in zehn Jahren aussehen? Was macht sie lebenswerter, attraktiver und zukunftsfähig? Mit diesen Fragen hat sich der SPD-Ortsverein Minden-Innenstadt auf seiner letzten Mitgliederversammlung intensiv beschäftigt.

In einem Workshop haben die Mitglieder ihre Visionen für die Innenstadt im Jahr 2035 entwickelt. Dabei wurde deutlich: Wir wünschen uns eine Innenstadt, die nicht nur Einkaufsort, sondern vor allem ein lebendiger Treffpunkt für alle Generationen ist.

Die zahlreichen Ideen reichten von einer besseren Erreichbarkeit und mehr Barrierefreiheit über mehr Grün, Aufenthaltsqualität und attraktive öffentliche Räume bis hin zu neuen Angeboten für Familien, Kinder und Jugendliche. Ebenso standen eine stärkere Verbindung der Innenstadt mit der Weser, Impulse für Kultur, Tourismus und Freizeit sowie eine nachhaltige Mobilität und die weitere Belebung des Einzelhandels im Mittelpunkt der Diskussion. Allen Vorschlägen gemeinsam ist das Ziel, die Innenstadt noch lebenswerter, inklusiver und zukunftsfähiger zu gestalten.

Der Workshop war dabei bewusst als Ideensammlung angelegt. Viele unterschiedliche Perspektiven und Anregungen wurden zusammengetragen und bilden nun eine wertvolle Grundlage für die weitere politische Arbeit des Ortsvereins.

In den kommenden Monaten werden wir die Ergebnisse gemeinsam weiter diskutieren. Dabei werden wir auch mit der SPD-Ratsfraktion und der Stadtverwaltung in Kontakt treten. Es soll geprüft werden, welche Ideen sich weiterentwickeln und schrittweise in konkrete Projekte überführen lassen. Unser Ziel ist es, aus guten Visionen umsetzbare Maßnahmen zu entwickeln, die den Menschen in Minden einen echten Mehrwert bieten.

Im Frühjahr 2026 fand die Jahreshauptversammlung des Ortsvereins der SPD Minden- Innenstadt statt. Wichtigstes Thema war die Neubesetzung des Vorsitzes. Die beiden Co-Vorsitzenden Ann-Kristin Hain und Karl-Friedrich Schmidt traten nicht erneut zur Wahl an.  Hintergrund ihrer Entscheidung ist, dass Ann-Kristin Hain als Direktkandidatin der SPD für die Landtagswahl nominiert wurde. Als eingespieltes Duo kandidierten deswegen beide nicht mehr für den Vorsitz, bleiben jedoch als Beisitzer im Vorstand.

Zu ihren Verdiensten gehören die Vorbereitung mehrerer Projekte, die bald in der Stadt zum Tragen kommen. Dies sind die Umgestaltung des Schulhofs der Roten Schule zu einem Bürgerpark als lokale Klimaschutzmaßnahme, die Verkehrsberuhigung auf der Hufschmiede, sowie die Neugestaltung der Schlagde.

Zum neuen Vorsitzenden der Ortsgruppe wurde Guido Otten gewählt, die bisherige Stellvertretende Vorsitzende Anna Berlit-Schwigon bleibt im Amt. Als weiterer Stellvertretender Vorsitzender kommt Vincent Weber hinzu, womit auch die neue
Vorstandsführung wieder aus drei Personen besteht.

Der neue Vorstand sieht es als seine nächste große Aufgabe an, Ann-Kristin Hain im kommenden Landtagswahlkampf so zu unterstützen, wie dies in der Vergangenheit bereits erfolgreich bei dem jetzigen Landrat Ali Dogan, sowie dem Bürgermeister Peter Kock geschah. Darüber hinaus hat man sich auf die Fahne geschrieben, Projekte im Klimaschutz und Verkehrsinfrastruktur weiter voranzutreiben. Auch der Kampf gegen Extremismus und der Erhalt der Demokratie genießen weiterhin besondere Priorität.

Mitgliederbeauftragter bleibt wie bisher, Michael Fieron. Frank Sommer wurde zum Kassierer wiedergewählt. Neue Schriftführerin ist Monika Schulte.

Beisitzerinnen und Beisitzer sind künftig Valeria Casselmann, Ann-Kristin Hain, Bettina Lauer, Rainer Melles, Claudia Otten, Karl-Friedrich Schmitt, Andreas Schulte-Ruchmann, Volker Knickmeyer, sowie Boris Lehne.

Der neue Vorstand ist sich darüber einig, dass man auch in Zukunft möglichst bürgernahe Präsenz zeigen will. Das soll durch Aktivitäten wie die bereits bewährten „Gespräche unterm Apfelbaum“, sowie über ortsvereinsübergreifende, themenbezogene Arbeitskreise erreicht werden.