Zum heute vorgestellten Bildungsmonitor 2026 des Instituts der deutschen Wirtschaft erklärt Jochen Ott, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
„Bildung bleibt die Achillesferse unseres Landes. Nichts ist besser geworden unter Schwarz-Grün. Im Gegenteil: NRW verharrt am Tabellenende der Bundesländer und hat die rote Laterne fest in der Hand. Wer das nicht zum Anlass nimmt, endlich umzusteuern und Schule neu zu denken, hat die Lage immer noch nicht erkannt. Wir müssen unser Bildungssystem umfassend reformieren und ihm wieder neues Leben einhauchen.
Dazu gehören u.a. neue Lehr- und Lernformate mit der systematischen Integration außerschulischer Lernorte, mehr fächerübergreifendem Lernen aus verschiedenen Perspektiven und auch das Lernen im Umgang mit vorhandenem und schnell verfügbarem Wissen. Es geht auch darum, junge Menschen zu befähigen, selbstständig und kritisch zu denken, Problemlösungs- und soziale Kompetenzen zu entwickeln und Resilienz zu lernen. Dazu müssen Lehrpläne deutlich entschlackt und der Fächerkanon neu ausgerichtet werden, Lehrkräfte brauchen zudem mehr Freiräume in der Gestaltung ihres Unterrichts, und multiprofessionelle Teams müssen an Schulen zum Standard werden. Gerade an Schulen mit besonderen Herausforderungen müssen wir zusätzliches Personal und zusätzliche Ressourcen bereitstellen.
Ich weiß nicht, wie lange sich die Landesregierung die Lage noch tatenlos anschauen will. Es muss endlich Schluss sein mit der Flickschusterei an unserem Bildungssystem. Wir brauchen den Mut, das dicke Brett der Bildungsreform zu bohren. Wir sind dazu bereit und entschlossen.“






