Die Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte des Landes NRW, Petra Ladenburger, hat heute ein Acht-Punkte-Konzept für mehr Kinderschutz und Kinderrechte vorgestellt. Vorgesehen sind unter anderem eine stärkere Beteiligung junger Menschen, ein jährliches Lagebild sowie ein Kinder- und Jugendcheck für neue Landesgesetze.
Hierzu erklärt Dr. Dennis Maelzer, Sprecher für Kinderrechte der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
„Gute Kinderpolitik beginnt mit Beteiligung und Prävention. Petra Ladenburger denkt dabei richtigerweise über Wahltermine hinaus und nimmt Kinder und Jugendliche als eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Rechten ernst. Ihr Konzept gibt der Landespolitik wichtige Impulse.
Kinder und Jugendliche sollen die Beauftragte künftig direkt beraten. Ein jährliches Lagebild kann sichtbar machen, wo ihre Rechte verletzt werden, und der Kinderschutz verbessert werden muss. Besonders stark ist der Vorschlag, den finanziellen Nutzen von Präventionsarbeit untersuchen zu lassen. Er knüpft an den Ansatz an, den Nordrhein-Westfalen unter Hannelore Kraft mit ‚Kein Kind zurücklassen‘ verfolgt hat: früh helfen, statt später reparieren zu müssen. Wer Kinder rechtzeitig schützt und Familien unterstützt, verhindert Leid und vermeidet hohe Folgekosten. Eine konsequente Präventionspolitik nützt daher der gesamten Gesellschaft.
Bemerkenswert ist auch die Forderung nach einem Kinder- und Jugendcheck für Landesgesetze. Damit benennt die Beauftragte eine Leerstelle in der aktuellen Jugendstrategie der Landesregierung. Dort fehlt dieses Instrument, obwohl der Landtag die Landesregierung mit den Stimmen von SPD, CDU, Grünen und FDP dazu aufgefordert hat. Die Perspektive junger Menschen muss in allen Politikfeldern berücksichtigt werden. Ein verbindlicher Kinder- und Jugendcheck würde genau das sicherstellen.
Jetzt muss die Landesregierung aus den Vorschlägen konkrete Politik machen. Beteiligung braucht echten Einfluss, ein Lagebild muss Konsequenzen haben und Prävention braucht eine dauerhafte Finanzierung. Die SPD-Fraktion wird die Beauftragte dabei unterstützen, Kindern und Jugendlichen eine starke Stimme in der Landespolitik zu geben.“







