Die Jusos Minden-Lübbecke haben am vergangenen Samstag im Espelkamper Ratssaal ihre jährliche Kreisverbandskonferenz abgehalten – ein Tag voller Austausch und Diskussion.
Im Zentrum der Konferenz stand die Neuwahl des Kreisvorstandes. Nach vielen Jahren engagierter, leidenschaftlicher und verlässlicher Arbeit verabschiedeten sich nun Alica Schömer und Viola von Lochow aus dem Amt des Beisitzerin und verlassen den Kreisvorstand als gern gesehene Mitglieder. Beide haben den Verband geprägt, dafür gilt ihnen großer Dank und tiefer Respekt.
Der Kreisverband bedankte sich auch bei Robert Pfeiffer, Tom Schiermeier, Jan-Luca Oberländer und Leon Kirschbaum für ihren Einsatz im Vorstand. Auch sie werden uns fehlen!
Der wiedergewählte Kreisvorsitzende Tim Schoolmann wurde diesmal mit einer Stimmmehrheit von 85% bestätigt. Im Vorjahr kam er lediglich auf 73,9%. Damit geht er nun gestärkt in seine zweite Amtszeit. Ihm zur Seite stehen weiterhin Melina Rose aus Rahden, als auch Luca Risse aus Minden, der nun ebenfalls in der Funktion als stellvertretender Vorstitzender tätig wird.
Im restlichen Vorstand finden sich sowohl alte als auch neue Gesichter wieder.
Emily Benner, vorher Medienbeauftragte, ist nun zur Gleichstellungsbeauftragten ernannt worden. Neu dabei ist Carlotta Henschel, ebenfalls Gleichstellungsbeauftragte. Paul Schilling ist vom stellvertretenden Vorstitzenden, zum Mitgliederbeauftragten gewechselt. Anne Colaris wird dem Vorstand weiterhin als Antifaschismusbeauftragte unterstützen. Phillip Dominguez, ein Neuzugang im Vorstand, übernimmt den Posten als Medienbeauftragter.
Der Vorstand wird durch die Beisitzer*innen Markus Anton aus Porta Westfalica, Kiana Figura aus Minden, Timo Arning aus Rahden, Mats Brase aus Petershagen, Yeu-Rong Lange aus Bad Oeynhausen und Raoul Meyer aus Lübbecke komplettiert.
Der Kreisvorstand sieht das entgegengebrachte Vertrauen als Auftrag, weiterhin klare Kante zu zeigen und das nicht nur auf kommunaler Ebene. Wir setzen uns weiterhin für eine Gesellschaft ein, die solidarisch, gerecht und zukunftsfähig ist.
Für ein Grußwort waren dieses Jahr viele verschiedene Gäste vor Ort.
Einer davon war der CDU Bürgermeister von Espelkamp, Henning Vieker, der sich sehr über die Einladung gefreut hat. Neben einer Einführung in die Espelkamper Stadtgeschichte und einer Einladung zum Espelkamper Sommer, hat er vorallem an einer Zusammenarbeit der demokratischen Parteien auf Kommunalebene appelliert.
Darauf folgte Fabian Golanowsky, Vorsitzender der SPD Espelkamp. Er hat die Bedeutung der Jusos als zentraler Bestandteil der Parteientwicklung hervorgehoben. „Die SPD steht am Scheideweg und der Wähler suche nach Glaubwürdigkeit im politischen Handeln.“
Danach sprach unser Gast Jonas Kamrath. Er ist Landesvorstandsmitglied der NRW Jusos und sprach davon, dass dies „keine einfache Zeit ist, Juso zu sein.“ Sein Fazit: Die SPD wird in den Umbruch gehen müssen.
Als nächstes kam unsere Regionalvorsitzende Imke Schröder zu Wort. Sie freue sich auch dieses Jahr wieder über eine Einladung zur Kreisverbandskonferenzen. Sie bleibt uns dieses Jahr mit dem Satz „Jusos sind nicht nur Denker, sondern auch Träumer“ in Erinnerung.
Zum Schluss bekam die SPD Landtagsabgeordnete, Christina Weng das Wort. Zuvor bedankte sich der Juso Kreisverband Minden-Lübbecke für ihre jahrelange hervorragende politische Arbeit und ihrer Wertschätzung der Jugendorganisation gegenüber. Sie kritsierte in ihrer Rede die aktuelle Landesregierung. Denn: (…) „einen Großteil, des für die Kommunen gedachten Sondervermögens, behält das Land NRW selbst ein.“ Man könne den Menschen vor Ort nicht vermitteln, weshalb im städtischen Haushalt an allen Enden die Geldmittel fehlen, wenn gleichzeitig „der größte Haushalt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland beschlossen wurde.“ Die Kommunen müssen weiterhin reihenweise Sparpläne aufstellen und freiwillige Leistungen streichen. Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Kinderbetreuung sind zwar längst überfällig, können aber langfristig nicht Instand gehalten oder ausreichend betreut werden, wenn die Städte und Gemeinden weiterhin systemisch auf Haushaltssicherungen zugesteuert werden.
Kreisvorsitzender Schoolmann findet, dass die aktuellen Reformen der Bundesregierung in vielerlei Hinsicht enttäuschen, da diese den aktuellen sozialen als auch ökologischen Herausforderungen nicht gerecht werden. Diesen Unmut haben dieses Jahr auch viele unsere Gäste in ihren Redebeiträgen zum Ausdruck gebracht und dabei auch Selbstkritik an der Partei geübt. Deshalb werden die Kreisjusos mit Parteigenoss*innen in die Debatte gehen, um an ihre sozialen Grundsätze zu appellieren und ganz geziehlt das System und die Methodik in Frage zu stellen.







