Foto: Pexels.com

Es ist richtig, dass der Bundesgesundheitsminister der fachlichen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts gefolgt ist und die Impfungen mit AstraZeneca bis auf weiteres ausgesetzt hat.

Sabine Dittmar:

„Vertrauen in die Wirksamkeit und Sicherheit ist beim Impfen das Wichtigste. Es ist daher richtig, dass der Bundesgesundheitsminister der fachlichen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts gefolgt ist und die Impfungen mit AstraZeneca bis auf weiteres ausgesetzt hat. Schließlich ist das Institut in Deutschland zuständig für die Bewertung der Sicherheit von Impfstoffen.

Ich erwarte allerdings vom Bundesgesundheitsminister Spahn in der morgigen Sondersitzung des Gesundheitsausschusses eine detaillierte Auskunft darüber, welche Daten und Fakten vorliegen, die zur neuen Bewertung und im Rahmen der Risikoabwägung zum vorläufigen Impfstopp geführt haben.

PEI und EMA müssen zudem einwandfrei klären, ob die Häufung der äußert seltenen Hirnvenen-Thrombosen im direkten Zusammenhang mit der Impfung stehen. Wenn die Auswertung der Fälle ergibt, dass der Impfstoff von AstraZeneca nur für bestimmte Personengruppen in Frage kommt oder in bestimmten Fällen nicht verabreicht werden sollte, so muss dies entsprechend berücksichtigt oder mit einem Warnhinweis versehen werden.

In den bisherigen Studien hat sich AstraZeneca als äußerst wirkungsvoller Impfstoff gegen schwere und tödliche Krankheitsverläufe gezeigt. Ich hoffe daher, dass wir in wenigen Tagen Klarheit haben und dass wir das Impfen mit AstraZeneca dann wieder aufnehmen können.“