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In einem aktuellen Antrag geht die SPD-Fraktion im Landtag NRW dem Thema der Wohnungslosigkeit nach. Der Antrag sieht vor, dass ein Modellprojekt für eine landesweite Koordinierungsstelle der Selbstvertretung wohnungsloser Menschen in NRW gestartet und entsprechend finanziert wird. Außerdem soll eine Studie in Auftrag gegeben werden, die gezielt erforscht wie Selbstbestimmung, Teilhabe und Partizipation der Betroffenen gestärkt werden können.

Hierzu erklären Lisa-Kristin Kapteinat, stellvertretende Vorsitzende, und Josef Neumann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

Lisa-Kristin Kapteinat:

„46.000 – so viele Menschen sind laut dem statistischen Landesamt derzeit als wohnungslos gemeldet. Dabei ist Wohnraum ein elementares Grundbedürfnis des Menschen. Für uns ist es selbstverständlich und zählt zu einem menschenwürdigen Leben dazu. Um wohnungslosen Menschen dabei zu helfen, Zugang zu Wohnraum zu finden, müssen wir die Hilfen und Strukturen in den Kommunen weiter verbessern und ausbauen. Die Einrichtung eines Modellprojekts für eine landesweite Koordinierungsstelle kann diese aufgreifen und bündeln. Die Betroffenen sollten mehr als bisher in die Verbesserung der Hilfsangebote einbezogen werden. Ziel muss die Überwindung von Armut, Ausgrenzung, Entrechtung und Wohnungslosigkeit sein.“

Josef Neumann:

„Wir müssen auch wohnungslosen Menschen Teilhabe ermöglichen. Sie gehören ebenso zu unserer Gesellschaft wie alle anderen Menschen auch. Aus diesem Grund wollen wir wissenschaftlich erforschen lassen, wie ihre Selbstbestimmung und Partizipation erhöht werden kann. Das hat viel zu tun mit der Wertschätzung, die wir als Land unseren Bürgerinnen und Bürgern entgegenbringen. Und mit der Würde, die sie selbst für sich und ihr Leben empfinden. Wohnungslose Menschen stehen oft am Rand unserer Gesellschaft. Es muss unsere Aufgabe sein, sie durch Partizipation auch wieder zum echten Teil unserer Gesellschaft zu machen.“