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Anfang Februar sollen die Impfzentren mit den Impfungen in ganz NRW beginnen. Dann sollen rund 800.000 hochbetagte Menschen außerhalb von Pflege- und Seniorenheimen in der ersten Phase geimpft werden. Nicht alle Betroffenen können dabei von mobilen Impfteams aufgesucht werden, sondern müssen selbstständig zum Impftermin gelangen. In diesen Ta­gen werden alle über 80-jährigen Menschen, die zu Hause leben, hierzu über die Kommunen ein Informationsschreiben der Landesregierung erhalten.

Zur Diskussion um die Organisation der Verimpfung von über 80-jährigen Menschen in NRW erklärt Josef Neumann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Das Land muss jetzt schnell konkrete Maßnahmen zur Begleitung und Sicherstellung des Impfprozesses umsetzen. Dazu gehört auch, den Betroffenen Angebote zu machen, wie sie sicher zum Impftermin gelangen können. Berlin ist hier mit gutem Beispiel vorangegangen und hat zwischen dem DRK Berlin, der Senatsverwaltung für Gesundheit und der Innung des Berliner Taxigewerbes eine Vereinbarung zur Übernahme der Kosten für entsprechend anfallende Taxifahrten geschlossen.

Auch das Land NRW muss jetzt einen klaren Weg für eine Fahrtkostenübernahme aufzeigen, damit dieser Start der Verimpfung nicht aufgrund organisatorischer Hürden verschleppt wird. Die Einbindung von Taxiunternehmen in die Logistik der Verimpfung wäre ein solcher Weg und würde für eine unbürokratische Entlastung sorgen. Eine generelle Übernahme der Kosten ist durch Rundschreiben vom GKV Spitzenverband bereits gewährleistet.

Das Ziel muss es sein, die betroffene Personengruppe jetzt schnellstmöglich über die Möglichkeiten der unkomplizierten Transportlösung und die Kostenübernahme zu informieren. Ein weiteres Informationschaos dazu darf es nicht geben.“